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GKV-Finanzstabilisierungsgesetz - Hilft die geplante AMNOG-Reform den Krankenkassen nachhaltig Kosten einzusparen?

Bayreuther Gesundheitsdialog

Online-Veranstaltung, 15:00-17:00

Impulsvorträge: Prof. Volker Ulrich, Dr. Johannes Thormählen

anschließend Diskussion mit Referenten und Vertretern

der Ärzte: Dr. Christoph Neumann

 

Einladung zur Digitalveranstaltung am 29. November von 15:00 – 17:00 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Konsolidierung gelungen, Leistungskürzungen verhindert – so zumindest bewertet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach das im Oktober beschlossene GKV-Finanzstabilisierungsgesetz.

Das erklärte Ziel: Kosten dämpfen in allen Bereichen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Zeit drängt, denn für das kommende Jahr rechnen die Kassen mit einem historischen Defizit von geschätzt 17 Milliarden Euro. Die Covid-Pandemie und der demografische Wandel beschleunigen den defizitären Prozess zusätzlich. Einsparen heißt das politische Zauberwort für alle Player im Gesundheitswesen. Beispiel Pharma-Industrie: Sie soll den Preis für ein neues Medikament nur noch in den ersten sechs Monaten nach der Zulassung selbst bestimmen. Bisher galt das für ein ganzes Jahr. Künftig werden die Kassen bereits ab dem siebten Monat nur noch den ausgehandelten Erstattungsbeitrag bezahlen. Und mehr noch: Für 2023 ist ein um fünf Prozentpunkte erhöhter Herstellerabschlag insbesondere für patentgeschützte Arzneimittel geplant. Das bestehenden Preismoratorium für Arzneimittel wird bis Ende 2026 verlängert.

 

Vor allem die neuen Erstattungsregeln zur Nutzenbewertung und Preisfindung im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) stoßen auf Kritik nicht nur der Pharmaverbände.

Seit 2011 werden die Preise für neue, patentgeschützte Arzneimittel auf Basis einer Nutzenbewertung in den anschließenden Erstattungspreisverhandlungen zwischen den Kostenträgern und der Industrie bestimmt. Das heißt: Krankenkassen wollen nur so viel zahlen, wie es dem von ihnen wahrgenommenen Wert des Arzneimittels entspricht. Dass der Zeitraum für die Preisbindung jetzt halbiert werden soll, werten Pharmavertreter als massiven Eingriff. Denn die Entwicklung eines neuen Medikamentes ist langwierig und teuer. Bis zur Marktreife dauert es rund zehn Jahre und die Entwicklung verschlingt Investitionen von durchschnittlich 1,5 Milliarden.

Die Folgen der Neuerungen werden in der Branche heiß diskutiert. Und es bleibt die Frage, was kommt auf die Kassen und die Patienten zu? Ist womöglich die Arzneimittelversorgung in Deutschland in der bisherigen Form nicht mehr gewährleistet? Werden die Innovationskraft und der therapeutische Fortschritt gebremst? Ist damit der Biotechnologie- und Produktionsstandort Deutschland gefährdet? Schließlich hat die Pandemie mit den  zeitweiligen Lieferschwierigkeiten von teils lebenswichtige Arzneimittel gezeigt, dass eher mehr als weniger in Deutschland produziert werden sollte. Aber wie sieht künftig die Versorgungssicherheit von Patienten aus? Bleibt es dabei, dass sie weiter ziemlich schnell nach der Zulassung auf neue Medikamente vertrauen können? Brisante Fragen, die beim digitalen Bayreuther Gesundheitsdialog debattiert werden: „GKV-Finanzstabilisierungsgesetz – Hilft die geplante AMNOG-Reform den Krankenkassen nachhaltig Kosten einzusparen?“ Veranstalter sind die Universität Bayreuth, die Lilly Deutschland GmbH und WISO S. E. Consulting.

 

Das Webseminar findet am Dienstag, 29. November 2022 von 15:00 bis 17:00 Uhr digital via WebEx statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmelden können Sie sich unter folgendem Link*:

Bayreuther Gesundheitsdialog | GKV-Finanzstabilisierungsgesetz - Hilft die geplante AMNOG-Reform den Krankenkassen nachhaltig Kosten einzusparen? | 29.11.2022 | 15:00 - 17:00 Uhr

 

Sollten Sie die Links nicht öffnen können, ist auch eine Anmeldung per E-Mail an team@wiso-news.de möglich.

 

Alle bis dahin angemeldeten Teilnehmer erhalten die Zugangsdaten für die Web-Veranstaltung am 25.11.2022 per E-Mail.

 

Anmeldungen, die nach diesem Zeitpunkt eingehen, können noch bis zum 29.11.2022, 12:00 Uhr berücksichtigt werden. In diesem Fall erhalten Sie die Zugangsdaten am Veranstaltungstag nach Ablauf der Anmeldefrist.

   

Wir freuen uns auf Sie!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Prof. Dr. Volker Ulrich

Ordinarius für Volkswirtschaft

Universität Bayreuth

Stephan Grävinghoff

Director Key Account Management

Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg

 

 

von der Idee zum Projekt, vom Projekt zur GKV-Leistung

Artikel Diabetes-Post, Ausgabe 2/3 2022, Organ des Bundesverbands Niedergelassener Diabetologen e.V.

Dr. Christoph Neumann

Protestaktion der bayerischen Praxen am 10. Oktober 2022, Zentrum von 8.00-10.00 geschlossen

Liebe Patientinnen und Patienten,

auch wir beteiligen uns an der landesweiten Protestaktion der bayerischen Praxen am 10. Oktober 2022.

Aus Protest gegen die von der Bundesregierung beabsichtigte Streichung der Neupatientenregelung sowie der geplanten Deckelung beim Orientierungspunktwert zur Vergütung vertragsärztlicher und -psychotherapeutischer Leistungen bleibt unser Zentrum am

Montag, 10.10.2022von 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr geschlossen.

Ihr Diabeteszentrum

neumann+zschau

Drohende Übersäuerung mit viel Insulin abwenden

Dr. Silvia Zschau

Diabetes Ratgeber, 9/22, Nr. 404/44. Jahrgang, Seite 12-13

Diabetes 2.0, eine Standortbestimmung

Artikel Dr. Christoph Neumann

Welt der Krankenversicherung, ISSN 2193-4479, D 24953, 11. Jahrgang, 9/22, Seite 217-219